Dringt Wasser durch eine undichte Abdichtung in ein Flachdach ein, bleibt es in der Dämmschicht stehen — oft über Monate unbemerkt. Die Dämmwirkung sinkt, die Heizkosten steigen, und in der feuchten Konstruktion entstehen Schimmel und Korrosion. Der klassische Weg wäre der komplette Rückbau: Abdichtung ab, Dämmung raus, alles neu. Das ist teuer, dauert Wochen und produziert Sondermüll.
Drytherm geht den anderen Weg. Wir trocknen die vorhandene Dämmschicht direkt im Dachaufbau — ohne sie auszubauen, ohne Entsorgung und in aller Regel bei laufendem Betrieb des Gebäudes.

Wie die Trocknung funktioniert
Wir arbeiten im Saug-Druck-Verfahren: Über Stutzen im Dach wird auf der einen Seite trockene Luft in die Dämmebene gedrückt, während auf der anderen Seite die feuchte Luft und stehendes Wasser abgesaugt werden. So entsteht eine gerichtete Strömung durch die gesamte Dämmschicht statt eines punktuellen Effekts.
Der Ablauf
- Leckortung: Wir finden die Eintrittsstelle — je nach Aufbau mit Thermografie, Rauchgas- oder Tracergasverfahren
- Feuchtekartierung: Wir messen, wie weit sich das Wasser verteilt hat, und dokumentieren den Befund
- Zugänge setzen: Kernbohrungen im Raster von etwa 4–5 m², darüber fachgerecht eingeschweißte Stutzen
- Standwasser absaugen: Freies Wasser wird zuerst über Wasserabscheider entfernt
- Trocknung: Adsorptionstrockner und Turbinen arbeiten im Dauerbetrieb, überwacht per Fernzugriff
- Kontrollmessung: Erst wenn die Zielwerte erreicht sind, wird zurückgebaut und dauerhaft verschlossen
Technik und Überwachung
Wir setzen Adsorptionstrockner ein, die auch bei niedrigen Temperaturen zuverlässig arbeiten — anders als Kondensationstrockner, die im Winter auf dem Dach kaum Leistung bringen. Jedes Gerät ist an eine Fernüberwachung angebunden: Temperatur, Luftfeuchte und Laufzeit werden laufend erfasst.
Das heißt für Sie: Wir sehen sofort, wenn ein Gerät ausfällt oder die Trocknung stockt — ohne dass jemand aufs Dach steigen muss. Und Sie bekommen am Ende eine lückenlose Dokumentation des gesamten Verlaufs, wie sie Versicherungen und Sachverständige verlangen.

Wann sich eine Trocknung lohnt
Nicht jedes nasse Dach lässt sich retten — aber deutlich mehr, als viele annehmen. Entscheidend sind Dämmstoff, Ausmaß der Durchfeuchtung und die Frage, ob die Konstruktion strukturell noch intakt ist. Das klären wir vor Ort, bevor Sie sich festlegen.
Gute Voraussetzungen
- Durchströmbare Dämmstoffe wie EPS, Mineralwolle oder Perlite
- Die Abdichtung ist grundsätzlich in Ordnung, die Leckstelle begrenzt
- Der Schaden wurde früh entdeckt und hat sich noch nicht flächig ausgebreitet
- Die Tragkonstruktion ist unbeschädigt
Wann eine Sanierung sinnvoller ist
- Die Dämmung ist bereits zersetzt oder verrottet
- Geschlossenzellige Dämmstoffe, die sich nicht durchströmen lassen
- Die Abdichtung ist großflächig am Ende ihrer Lebensdauer
Wir sagen Ihnen ehrlich, wenn eine Trocknung nicht die richtige Lösung ist. Eine Trocknung, die nicht trägt, kostet Sie am Ende doppelt.
Ihre Vorteile
- Deutlich günstiger als Rückbau und Neuaufbau der kompletten Dachfläche
- Kein Betriebsstillstand — Büros, Hallen und Praxen bleiben nutzbar
- Keine Entsorgung von durchfeuchtetem Dämmmaterial
- Wiederhergestellte Dämmwirkung — die Heizkosten gehen zurück auf Normalniveau
- Prüffähige Dokumentation für Versicherung und Sachverständige
- Kontrollierbar auf Dauer: Die Stutzen können im Dach bleiben und erlauben spätere Nachmessungen

Schnell handeln zahlt sich aus
Feuchtigkeit in der Dämmung breitet sich mit der Zeit weiter aus. Was heute ein begrenzter Bereich ist, kann in einem halben Jahr die halbe Dachfläche betreffen — und dann ist die Trocknung oft keine Option mehr. Wenn Sie feuchte Stellen an der Decke sehen, die Heizkosten unerklärlich steigen oder nach einem Sturm Wasser eingedrungen ist, lassen Sie das Dach prüfen.
